Zwei Paar leichte Wanderschuhe trocknen auf der warmen Steinstufe eines Wohnmobils (mit AI erstelltes Bild)AI
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Ausrüstung

Die besten Schuhe für Reisen im Sommer

Auf einer Reise mit dem Wohnmobil geht man mehr als geplant: zum Bäcker im Ort, den Weinberg hoch, abends über die Wiese. Drei Paar Schuhe reichen, wenn es die richtigen drei sind.

Veröffentlicht: 02. November 2018

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Die häufigste Fehlplanung beim Packen ist nicht zu wenig, sondern zu viel: fünf Paar Schuhe, von denen drei die ganze Reise im Fach bleiben. Was tatsächlich getragen wird, sind der Schuh für den Weg, der Schuh für den Platz und etwas, das nass werden darf.

Wichtiger als jede Kategorie ist die Passform. Ein Schuh, der am ersten Tag drückt, drückt am zehnten immer noch, und eine Blase am zweiten Reisetag verkürzt die Wege für den Rest der Woche radikal. Neue Schuhe gehören eingelaufen, bevor sie ins Fahrzeug kommen.

Ein Paar für den Weg

Das Arbeitstier der Reise. Es sollte leicht sein, atmen, eine Sohle haben, die auf Schotter und auf nassem Gras greift, und schnell trocknen. Ein niedriger Wanderschuh oder ein robuster Trailschuh erfüllt das; ein schwerer Bergstiefel ist für Uferwege und Weinbergstaffeln überdimensioniert.

Am besten schaut man vorher bei Schuhe Die Gesund Machen nach wirklich bequemen und gesunden Modellen und probiert sie am Nachmittag an, wenn der Fuß schon etwas gearbeitet hat; morgens ist er messbar schmaler. Wer politisch interessiert ist, wie das Thema Fußgesundheit auch abseits des Handels diskutiert wird, findet hier eine andere Perspektive darauf.

Ein Paar für den Platz

Nach dem Weg will der Fuß aus dem Schuh. Für die Wiese, den Weg zum Sanitärhaus und den Abend am Tisch braucht es etwas, das man ohne Hände anzieht: eine Sandale mit fester Sohle oder ein leichter Slipper. Der einzige harte Anspruch ist, dass die Sohle nicht auf feuchten Fliesen wegrutscht.

Was auf der Liste nichts zu suchen hat, sind hohe Absätze. Auf Schotter, Wiese und Metallstufe sind sie unbrauchbar, und sie kosten Platz, den nichts zurückgibt.

Etwas, das nass werden darf

Staubiger Fußweg, der bei Hitze durch einen Weinberg ansteigt (mit AI erstelltes Bild)AI
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Der Weg vom Platz in den Weinberg ist kurz, steil und staubig: genau die Strecke, auf der die falsche Sohle auffällt.

Der Fluss, der Regen, die Duschkabine; es gibt auf jeder Reise mit dem Wohnmobil einen Grund für ein Paar, dessen Zustand einem gleichgültig ist. Ein einfacher Badeschlappen genügt und wiegt fast nichts.

Praktischer Nebeneffekt: er ist auch der Schuh, den man anzieht, um nachts kurz nach draußen zu gehen. Das erspart es, den guten Wegschuh im Dunkeln zu suchen.

Worauf es bei diesem Paar trotzdem ankommt, ist die Sohle. Ein Schlappen mit glatter Gummisohle rutscht auf nassen Sanitärfliesen genauso wie auf der metallenen Einstiegsstufe – beides sind die zwei Stellen, an denen auf Stellplätzen tatsächlich gestürzt wird. Ein einfaches Profil kostet nichts extra und löst das.

Der zweite Punkt ist die Trocknungszeit. Ein Schaumstoffschlappen saugt sich voll und ist am nächsten Morgen noch klamm; eine glatte Kunststoffvariante ist nach einer Stunde am Haken trocken. Wer am Fluss steht, wo die Luft abends ohnehin feucht wird, merkt den Unterschied schon nach zwei Nächten.

Pflege unterwegs, in drei Handgriffen

  • Ausziehen und öffnen. Ein Schuh trocknet nur, wenn Zunge und Schnürung offen sind. Über Nacht in die Sonne gestellt reicht nicht, wenn er zugeschnürt bleibt.
  • Nicht auf die Heizung. Direkte Hitze härtet Klebeverbindungen und lässt Leder reißen. Schatten und Luftzug sind besser als jede Wärmequelle.
  • Einlagen separat. Herausnehmen und einzeln trocknen. Dort sitzt der Geruch, nicht im Obermaterial.

Passform: die vier Minuten, die man sich nehmen sollte

Schuhgröße ist eine Hausnummer, keine Maßangabe. Zwischen zwei Herstellern liegen bei gleicher Nummer oft sechs bis acht Millimeter Innenlänge, und quer gemessen ist die Streuung noch größer. Deshalb lohnt sich die immer gleiche kurze Prüfung, bevor ein Paar mitfährt.

Zuerst der Daumenbreitentest: im Stehen, mit dem Gewicht auf beiden Füßen, muss vor dem längsten Zeh eine Daumenbreite frei bleiben. Nicht im Sitzen messen, unter Last wird der Fuß länger. Dann die Ferse: beim Abrollen darf sie sich um wenige Millimeter heben, aber nicht wandern. Wer Wolle trägt, prüft in genau der Socke, die auch unterwegs mitkommt; eine dicke Wandersocke verändert die Passform um eine halbe Größe.

Zuletzt die Ballenlinie. Der breiteste Punkt des Fußes muss auf dem breitesten Punkt des Schuhs liegen, sonst knickt der Schuh an der falschen Stelle und drückt genau dort, wo er nach zehn Kilometern am wenigsten verzeihen kann. Vier Minuten im Laden ersparen eine Woche kurze Wege.

Die Wege am Untermain, für die man packt

Schmaler Erdpfad, der zwischen Rebzeilen einen Steilhang über dem Fluss hinaufführt (mit AI erstelltes Bild)AI
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Weinbergstaffeln sind kurz, aber steil und lose. Hier entscheidet die Sohlenkante, nicht das Profil.

Wer die Schuhe für diese Gegend auswählt, packt für drei sehr unterschiedliche Untergründe, und alle drei liegen in Laufweite der Plätze am Fluss.

Der Uferweg ist eben, fest und teils asphaltiert: der Mainradweg läuft hier entlang, und was auf ihm zu Fuß angenehm ist, ist ein gedämpfter Schuh mit wenig Profil. Die Weinbergstaffel dagegen ist kurz, steil und mit losem Buntsandstein bestreut; dort trägt die Kante der Sohle, nicht das Profil in der Mitte, und ein Schuh ohne feste Ferse rutscht bergab nach vorn. Das Altstadtpflaster in Klingenberg und Miltenberg schließlich ist unregelmäßig und bei Nässe glatt: hier ist eine weiche, greifende Gummimischung mehr wert als jedes Stollenprofil.

Ein Schuh, der auf allen dreien brauchbar ist, ist selten der beste auf einem davon, und genau deshalb steht der zweite im Fach. Was sonst noch mitfährt, steht in der Checkliste für den Platz.

Eine letzte Größe, die keine Liste erfasst: die Entfernung. Vom Platz bis in die Altstadt sind es meist fünf bis zehn Minuten, zum Bäcker dasselbe. Das läuft man barfuß in Sandalen. Zum Aussichtspunkt über den Rebzeilen ist es eine halbe Stunde bergauf, und dafür zieht man den anderen Schuh an.

Häufige Fragen

Reichen Sandalen als einziges Sommerpaar?

Nur wenn die Wege kurz und trocken bleiben. Sobald eine Weinbergstaffel oder ein Schotterweg dazukommt, fehlt die geschlossene Kappe, und ein Steinschlag gegen den nackten Zeh beendet den Wandertag.

Wie viele Paar gehören wirklich ins Wohnmobil?

Drei pro Person: Weg, Platz, nass. Alles darüber wird auf einer zweiwöchigen Reise erfahrungsgemäß nicht angezogen und kostet nur Stauraum.

Woran erkennt man, dass die Sohle zu hart ist?

Am Abend. Wenn die Fußsohle nach vier Kilometern Schotter brennt, dämpft der Schuh zu wenig. Ein Sohlenprofil, das sich in der Hand kaum biegen lässt, ist für Uferwege der falsche Aufbau.

Wie trocknet man nasse Schuhe im Fahrzeug?

Nicht auf der Heizung. Einlagen heraus, Schuh offen auf den Boden vor die Trittstufe, wo die Luft zieht; das dauert eine Nacht. Direkte Wärme löst Klebungen und verhärtet das Leder, und beides sieht man erst nach der Reise.